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Ehrenamtliches Team

Ehrenamtliches Team

Bei der Stiftung Hospizdienst Oldenburg waren zum Stichtag (31.12.2016) 145 Ehrenamtliche zwischen 16 und 82 Jahren engagiert. Ohne die Initiative und das Engagement jener Menschen wäre Ambulante Hospizarbeit nicht möglich. Ihr Aufgabenbereich ist vielfältig, den Schwerpunkt bildet die Begleitung Sterbender und ihrer An- und Zugehörigen. Um für diese Aufgabe gerüstet zu sein, nehmen alle Mitarbeitenden an einem fundierten Vorbereitungsseminar teil. Neben den Begleitungen engagieren sich unsere Ehrenamtlichen außerdem aktiv in der Öffentlichkeitsarbeit und unterstützen als Empfangsteam das Tagesgeschäft des Dienstes im Hauptsitz an der Haareneschstraße in Oldenburg.

Ehrenamtlichkeit heißt bei uns, Teil einer Gemeinschaft zu sein, die von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung geprägt ist. Mit verschiedensten Konzepten und Angeboten fördert die Stiftung den kontinuierlichen Austausch der Mitarbeitenden untereinander. So werden sie in ihren Aufgaben durch die Koordinatorinnen unterstützt, können sich beraten lassen und an Praxisbegleitungen, Fortbildungen und Supervisionen teilnehmen.

Die Räumlichkeiten in der Haareneschstr. stehen dafür allen Ehren- und Hauptamtlichen zur Verfügung und sind mit dem Anliegen gestaltet, dass sich Menschen, die das Haus betreten von Beginn an wohlfühlen. Sie dienen als „Schutzhütte“ und als Ort an dem Menschen Kraft erleben und mitnehmen können, in ihren jeweiligen Alltag, mit all seinen verschiedenen Herausforderungen.

Ehrenamtlicher Mitarbeiter im Ambulanten Hospizdienst

In meiner täglichen Arbeit habe ich sehr viel mit Zahlen, Gesetzen und Verordnungen zu tun, wobei die Zahlen immer größer und die Gesetze immer komplexer werden, um mit unserer komplizierten Lebenswelt Schritt zu halten. Dass ich - glaube ich - ganz gut mit Menschen umgehen kann, kommt dabei oft zu kurz. Vor fast 10 Jahren war ich an einem Punkt, wo mich genau das störte und ich begann, nach einem Ehrenamt zu suchen, das diese Lücke füllt. Nach mehreren Gesprächen habe ich mich letztlich für den ambulanten Hospizdienst entschieden und den Vorbereitungskurs absolviert.

Seitdem ist viel Zeit vergangen und bereut habe ich es nicht. Während einer Begleitung kann ich mir jederzeit Rat und Hilfe organisieren. Ich habe unglaubliche Menschen mit den interessantesten Lebensläufen begleiten dürfen und – man glaubt es kaum – mit allen gelacht. Nach Jahren mal wieder jemandem etwas vorzulesen macht mir viel Freude und mittlerweile weiß ich sicher: Vorsingen ist nicht meine Stärke.

Obwohl ich anfangs skeptisch war, ob dieses Ehrenamt für mich als Berufstätigem das richtige ist, bin ich mir mittlerweile sicher – das war eine gute Entscheidung.

Ehrenamtlicher Familienbegleiter im Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst

Bereits während meiner Tätigkeit bei der Evangelischen Militärseelsorge in Oldenburg bin ich mit dem Stationären und Ambulanten Hospiz in Berührung gekommen. Schnell wurde mir klar, dass ich dort gerne ehrenamtlich tätig sein wollte.

2008 machte ich meinen Vorbereitungskurs beim Ambulanten Hospizdienst und 2010 einen zum Familienbegleiter im Ambulanten Kinderhospiz, und bis heute kann ich sagen, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe.

Durch die Ausbildung, diverse Weiterbildungen, Supervisionen und Gespräche mit der Leitung und den Koordinatorinnen wurde und werde ich sehr gut auf meine Aufgabe vorbereitet und dabei unterstützt.

Mein Wunsch ist, für die Kinder und deren Familien ein guter Wegbegleiter zu sein.

Ehrenamtliche Trauerbegleiterin

Im Laufe meiner mehrjährigen Tätigkeit in der Sterbebegleitung für die Stiftung beschäftigten mich zunehmend Gedanken und Fragen zum Thema „Trauer“, die ich gerne vertiefen wollte.

Nach einer Weiterbildung zur Trauerbegleiterin ist es mir eine Herzensangelegenheit, einen Teil meiner Zeit Menschen in Trauer zu widmen.

Ich stelle immer wieder fest, dass es Trauernden im Alltag oft an Raum und öffentlicher Akzeptanz fehlt.

Hier ein Angebot bereit zu halten, Begleiterin in einer schweren Zeit sein zu dürfen, Trauer nicht weg zu reden, sondern ihr einen Platz zu geben und mit den Betroffenen gemeinsam herauszufinden, was stützt und stärkt, empfinde ich gleichermaßen herausfordernd und bereichernd.

Dies in einem Haus tun zu können, dessen Stil und Einrichtung geprägt ist von wohltuender Klarheit, Ruhe und Schutz, ist für mich besonders wertvoll.

Das wertschätzende Miteinander, den kollegialen Austausch sowie hilfreiche Supervisionen und Fortbildungen, die mich immer wieder Neues lernen lassen, nehme ich dabei als großzügige Anerkennung meines Ehrenamtes wahr.

Ehrenamtliche Mitarbeiterin bei der Jugend-Onlineberatung da-sein.de

Die Arbeit bei da-sein.de gibt mir die Möglichkeit, mich mit Menschen über die Themen der Trauer, des Todes und des Sterbens auseinanderzusetzen. Die scheinen für viele, auch für mich, auf den ersten Blick erschreckend. Ich habe aber, in meiner erst kurzen Zeit bei da-sein.de, gelernt, dass ein zweiter Blick sehr bereichernd sein kann. Für mich ist dieser Austausch mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen bedeutsam, interessant, auch emotional. Er regt zum Nachdenken an, beantwortet genau so viele Fragen wie er auch wieder neue stellt. 

Wie eben erwähnt, können Themen rund um den Tod, in welcher Form auch immer, beängstigend und hemmend sein. Bei da-sein.de darf all das angesprochen werden. Es ist wichtig, dass Menschen eine Plattform für diesen Austausch geboten wird. 

Und am Ende bereichert auch einfach das Arbeiten als Teil des Peer-Teams mein Leben. Hier kommen viele Jugendliche und junge Erwachsene aus verschiedenen Lebenssituationen zusammen, um gemeinsam andere Menschen durch schwere Zeiten zu begleiten. Es ist ein schönes Gefühl, ein Teil davon zu sein.

Anne

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